Dogs

Freispiel

Kontrolliertes Freispiel  Geschütztes Training von Wolfsrudel ©

Wo kann man Hunde noch zusammenführen ohne Mensch und Tier zu gefährden? Wir ermöglichen Ihnen und Ihrem Hund den kontrollierten Freilauf unter Hunden! Dieses Angebot ist für Hunde mit gutem Gehorsam und guten Kenntnissen im Umgang mit Artgenossen (Der Hund kennt die Eskalationsstufen). An diesem Treffen dürfen ausschliesslich «GUT» sozialisierte Hunde teilnehmen, welche keine übertriebenen Aggressionsmerkmale in Konfliktsituationen zeigen. Also keine Hunde, welche mit körperlichen Auseinandersetzungen die situative Überlegenheit markieren wollen. Ein kontrollierter Umgang unter Freunden. Hunde welche aufgrund von schlechten oder mangelnden Erfahrungen verunsichert sind, trainieren wir in einem anderen Umfeld. Wir beraten Sie gerne auch bei Raufern, ängstlichen und unsicheren Hunden (Bspw. in unserem speziellen Alltagstraining oder in Einzellektionen). Hunde, welche sehr körperbetont spielen, dürfen daran teilnehmen, solange sie wissen (lesen der Körpersprache), mit welchen Artgenossen dies möglich ist und bei welchen nicht (ausgeprägtes Verständnis der innerartlichen Kommunikation). 

Vielleicht ist auch die UmA-Gruppe (Umgang mit Artgenossen) etwas für Sie und Ihren Hund? Hunde welche einen besseren Umgang mit Artgenossen antrainiert werden kann, werden in einer kleineren Gruppe am Freitagnachmittag 15.00 Uhr geschult. Damit erreichen wir, ein gezieltes und auf die Bedürfnisse des Mensch-Hund-Team abgestimmtes Training. Die Teilnehmerzahl in der UmA-Gruppe ist beschränkt und die Teilnahme anmeldepflichtig. Teilnehmer dieser Gruppe müssen bei Bedarf bereit sein, vorgängig ein Maulkorbtraining durchzuführen oder Einzelunterricht in Kauf zu nehmen. In dieser Gruppe sprechen wir folgende Hunde an, «Pöbler, Raufer, drohende Hunde, abschnappende Hunde etc.» welche den gemeinsamen Nenner «Aggressionsmerkmale und offensives Verhalten» haben. Hunde welche ängstliches oder unsicheres Verhalten durch Flucht oder Demutsgebärden zeigen, werden nicht dieser Gruppe zugeordnet. Solche Hunde werden niemals mittels direkter Auseinandersetzung trainiert, sondern als Bestandteil in Arbeitsgruppen integriert.

Wann finden diese Freispiele statt?

  • Mittwoch 19.00 Uhr - Hünenberg (ZG) – Preis 10.-- CHF 
  • Freitag 18.30 Uhr - Hünenberg (ZG) – Preis 10.-- CHF 
  • Freispiel Samstag 14.00 Uhr – Hünenberg (ZG) – Preis 20.-- CHF – Achtung: Nur für Zwerg- und Kleinhunde inklusive gemeinsamer Spaziergang.  

Die Anmeldung ist zwingend erforderlich - Bitte verstehen Sie, dass wir erst Vorort entscheiden, ob der Hund mitmachen darf oder nicht. Bedingung: Gesund - Freundliches Sozialverhalten - Gute Bindung zum Besitzer - Keine Verletzung 

Anmeldung hier >> 

 

Wichtig zu wissen: Zusammentreffen unter Hunden!

Ja, die Hundeschule Wolfsrudel führt Hunde unter bestimmten Bedingungen zusammen und erlaubt diesen auch Aggressionsmerkmale zu senden. Aber aufgepasst nicht jeder Hund kann mit jedem Zusammengeführt werden, denn dies kann verheerende Auswirkung haben. Zitat Günther Bloch “Hunde machen dies sehr wohl unter sich aus, wenn wir natürliche Selektionen akzeptieren“. Was im Gegenzug aber nicht heisst, dass wir aggressive Kommunikationsformen und dazugehöriges Verhalten konsequent verhindern müssen. Hunde die knurren, Lefzen heben, bellen, Zähne zeigen etc. (Drohsignale senden) sind nicht per se gefährlich, sondern sie sind am kommunizieren. Hunde welche die verschiedenen Eskalationsstufen kennen und die Proxemik (Distanzbezogene Kommunikation) des einzelnen Individuums verstehen, können mit solchen Signalen umgehen. Dabei ist das Verständnis wie die Akzeptanz abhängig von der genetischen Veranlagung und von Lernerfahrungen (Rassetypisch und Individuell). Nicht jeder Hund hat die gleiche Vorstellung von körperlicher Nähe und wird bei einer Unterschreitung der Individualdistanz auch unterschiedlich reagieren – nötigenfalls mit Aggressionsmerkmalen. Es kann aber auch durchaus normales Verhalten sein, dass zwei Rivalen Ihre Kampfkraft messen. Dies beginnt mit entsprechenden Drohsignalen und solange der Konflikt nicht eskaliert, werden diese Signale solange gezeigt bis einer aufgibt. Die Drohsignale vieler Säugetiere sind abgestuft und vor allem bei Hunden sehr ausgeprägt differenziert. Eskaliert ein Konflikt muss man unterscheiden zwischen Komment- und Ernstkampf. Dabei ist der „Grauzonenbereich“ doch so entscheidend für das Entstehen der Eskalation. Es gibt also keinen sprunghaften Wechsel vom Komment- zum Ernstkampf (Dr. Dorit Feddersen 2013). Bei einem Kommentkampf ist die Verletzungsgefahr relativ gering im Gegenzug zu einem Ernstkampf. Beim „war of nerves“ können Verletzungen auftreten, diese führen i.d.R. aber zum sofortigen Rückzug oder zur Unterwerfung des Kontrahenten. Gerät ein Hund in dieser Situation in Panik, da er die Auseinandersetzung nicht als Schaukampf erkennt, kann dies wiederum eskalieren. Da es bei einem solchen Kampf, lediglich um ein Kräftemessen geht, lassen wir dies unter bestimmten Umständen auch zu. Es wird dabei kein Sozio-negatives Verhalten gefördert, sondern gelernt die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen und zu verbessern aber auch den eigenen sozialen Satus einzufordern oder zu akzeptieren (Regeln und Grenzen setzen und akzeptieren). Da in dieser heiklen Kommunikationsphase auch Signale eingesetzt werden, die eigentlich aggressiv wirken und - falsch verstanden - zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen können, ist die Anwesenheit von entsprechenden Fachpersonen (Trainern) zwingend nötig.

Nicht jeder Hundetrainer hat die Erfahrung und die entsprechende Ausbildung um solche Situationen richtig einzuschätzen und zu kontrollieren. Ein solcher Trainer muss die Kommunikation unter Hunden eingehend studieren und mit Verhaltensforschern abgleichen. Die Hundeschule Wolfsrudel tut dies mit Dr. Udo Ganslosser, Dr. Dorit Feddersen, Dr. Marie Nitzschner, Günther Bloch und vielen anderen Ethologen welche sich im Kynologischen Bereich einen Namen geschaffen haben. Wer mehr darüber erfahren möchte und sich intensiv mit dem Thema beschäftigen will, ist herzlichst eingeladen sich bei uns zu melden. Wir bieten entsprechende Weiterbildungskurse mit Top Referenten aus der Verhaltensforschung oder im Umgang mit Hunden.

Wir orientieren uns an der Ethologie und Biologie von Caniden und setzen auf entsprechende Erkenntnisse. Es liegt uns fern auf Vermutungen und falsche Vorstellungen zu setzen. Wir unterrichten aus Erfahrung! Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben dies zu lesen.