Dogs

Sporthunde Gruppe

Sportgruppe (BH, VPG und IPO)Wir üben gezielt auf Prüfungen in den verschiedenen Bereichen des Hundesports hin. Dabei unterstützen und kontrollieren wir uns gegenseitig. Wir arbeiten mit den Hunden individuell und berücksichtigen dabei die vorgeschriebenen Prüfungsvorgaben.  

Hundesport ist eine gute Sache sofern «Fair betrieben»

Hundesport ist ein tolles Hobby und eine gute Form der Auslastung von Hunden. Weshalb wir jedoch den Hundesport mit Argusaugen beobachten (z.B. IPO) liegt daran, dass uns die vorherrschende Intoleranz, der Neid und der falsche Ehrgeiz in dieser Szene irritieren.

Zudem ist es für uns wichtig, den Hund nicht als Sportgerät und Mittel zum persönlichen Erfolg zu betrachten. Hundesport und die damit verbundene Auslastung kann eine adäquate Ausbildung für einen Hund sein. Doch entgegen der verbreiteten Meinung, kann man Hunde auch richtig und artgerecht halten ohne Hundesport zu betreiben. Umgekehrt sind Gefahren wahrscheinlicher. Weshalb? Die Anforderungen an einen Hund in der heutigen Gesellschaft sind nicht nur durch Training auf dem Sporthundeplatz erlernbar. Ein wesentlich umfangreicheres Training ist erforderlich, welches individuell auf das Mensch-Hund-Team abgestimmt sein muss. Die meisten Hundehalter/innen möchten ihren Hund nämlich auch zum Sonntagsspaziergang, Restaurantbesuch, Familientreffen, Urlaub usw. mitnehmen und sich nicht nur auf dem Trainingsplatz oder auf weit abgelegenen Spazierwegen mit ihm bewegen können. Aufgrund dessen wird von einem Hund die Kompetenz verlangt, über eine hohe Reizschwelle zu verfügen. Bei einigen Sporthunden ist in gewissen Disziplinen jedoch eine tiefe Reizschwelle eine wichtige Voraussetzung, was zu einem Alltagskonflikt führen kann. Natürlich nicht zwangsläufig, da die Reizschwelle kontrollierbar sein kann oder eben muss, damit man erfolgreich ist. Diese „Kontrollierbarkeit“ kann man im Alltag aber nicht über eine längere Zeit gewährleisten, da dies die Konzentration des Hundeführers i.d.R. überfordert.

Leider herrscht noch weitverbreitet die Meinung, dass Hundesport und Alltagstraining gleichzusetzen sind. Sporthundeprüfungen und die dazugehörige Punktzahl ist auch keine Kompensation für Aus- und Weiterbildungen. Eine gute Hundesportlerin oder ein guter Hundesportler zu sein ist nicht einfach und ist eine beachtliche Leistung, welche es zu respektieren gilt – Es ist aber kein Patentrezept um Hunde perfekt in den Alltag zu integrieren, um den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Ein Vergleich: Lewis Hamilton ist aktuell einer der besten Formel 1 Fahrer der Welt. Trotzdem würde ihn niemand als Sachverständigen für Strassenverkehrsfragen beauftragen. Lewis Hamilton kann man also durchaus bewundern und seine Leistungen krönen aber nicht generalisieren mit Fragen zum Thema Auto und Strasse.

Hundesport gilt es klar zu unterstützen. Dies jedoch mit Anstand, gegenseitigem Respekt und Verständnis den Hunden gegenüber. Hundesport soll keine Kompensation von mangelndem Erfolg, Selbstvertrauen oder übertriebenem Ehrgeiz sein. Egal wie jemand seinen Hund auslastet und in seine Familie integriert, solange dies unter dem Aspekt des gegenseitigen Respekts, der Achtsamkeit und des Wohlbefindens geschieht, spielt es eine untergeordnete Rolle, in welchem Bereich der Hund ein ausgefülltes Dasein geniesst. 

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