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Autoritativer Erziehungsstil

Autoritativer Erziehungsstil

Beim autoritativen Erziehungsstil von Hunden soll eine beharrliche Kontrolle und liebevolle Aufnahme in die soziale Gemeinschaft (Mensch/Hund) vorliegen. Auch dient die Vermittlung von Schutz und Geborgenheit in der Gemeinschaft unter Einhaltung von Regeln, wiederum der Sicherheit und der Geborgensein aller. Es wird dabei dem Hund viel Freiheit gewährt aber gleichzeitig werden auch deutliche Grenzen gesetzt. Die Regeln werden vorgegeben und unter dem Aspekt (Schutz und Geborgenheit) begründet. Der Hund wird ernst genommen und soll nicht blindlings befolgen, sondern aus eigener Motivation das Richtige tun.

Die Merkmale des autoritativen Erziehungsstils sind klar definiert: Man setzt hohe Erwartungen an den Hund und zeigt ihm klare Regeln, die strikt eingehalten werden müssen. Die Kommunikation ist offen, die Hundehalter achten präzise auf die Körpersprache des Hundes und reagieren situativ gerecht ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Hunde aus autoritativer Erziehung besitzen häufig hohe intellektuelle und soziale Kompetenzen und haben eine übermässig hohe Selbstkontrolle (hohe Frustrationstoleranz). Zwar werden an die Hunde sehr hohe Erwartungen gesetzt, doch ist die Unterstützung und Hilfeleistung durch die Hundeführer jederzeit gewährleistet. Wenn nun ein Hund etwas nicht erlaubtes will, so müssen Sie als Hundehalter dem entgegenwirken, auch wenn dies auf Widerstand stösst. Dabei berücksichtigen und kennen Sie die Körpersprache ihres Hundes bestens und handeln der Situation angemessen. Sie kommunizieren mit Ihren Hunden, senden also klare Abbruchsignale für unerwünschte Handlungen und führen Ihren Hund souverän in das von Ihnen gewünschte Verhalten. Versuchen Sie hierbei stets den Hund dahingehend zu unterstützen, dass er die Lösung selbst findet. Lassen Sie ihn aber nur solange alleine das Ziel suchen, wie Sie anhand seiner Körpersprache erkennen, dass seine Verunsicherung nicht ansteigt. Sollte die Verunsicherung ansteigen unterstützen Sie den Hund mit kleinen Hilfen. Wichtig ist, dass diese Hilfen vom Hund kaum wahrgenommen werden sollten. Durch das gewünschte Verhalten belohnt sich der Hund meist selbst und es wird je nach Schwierigkeit ein entsprechender Belohnungsverstärker eingesetzt. Sie unterstützen jeden Erfolg mit freundlicher Gestik, Mimik und Akustik. Dieses Vorgehen fördert die Selbstsicherheit des Hundes und seine Kommunikationsfähigkeit.

Die Vorteile einer autoritativen Erziehung sind umfassend, denn die Hunde finden sich in der Umwelt besonders gut zurecht. Schliesslich müssen Hunde in weiteren Ausbildungen klar definierte Regeln und Grenzen einhalten, solche Hunde eignen sich meist sehr gut für eine Vielzahl von Aufgaben, da sie schnell lernen und sich ausgesprochen schnell neuen Situationen anpassen können. Ebenso verschafft diese Erziehung eine enge Bindung zwischen Ihrem Hund und Ihnen, begleitet von Sicherheit und Vertrauen. Solche Hunde besitzen ein hohes Mass an Selbstsicherheit.

Nachteilhaft ist dieser Erziehungsstiel in dem Sinne, dass die Hundehalter ein hohes Mass an Disziplin und gleichzeitigem Verständnis der Körpersprache Ihres Hundes aufbringen müssen. Dabei müssen Sie auch sogenannte "Lügen" in der Kommunikation des Hundes erkennen. Es setzt ein hohes Mass an Kompetenz, Geduld, Vorbildfunktion, innere Ruhe und Souveränität voraus.

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